
Als ich mich am Abend vor meiner Priesterweihe fürs Bett fertigmachte, empfand ich ein tiefes Gefühl des Friedens und war mir der Bedeutung des kommenden Tages voll bewusst. Am nächsten Morgen erwachte ich mit demselben tiefen Frieden und spürte die Nähe des Herrn. Ich verstand dies als einen Ruf des Herrn, meine Beziehung zu ihm zu vertiefen.
Während unserer Diakonats-Exerzitien in Ellicott City gab uns unser Exerzitienleiter John Koziol Texte zum Lesen, die viele Punkte aus der Predigt von Bischof Gary Janak, Weihbischof der Erzdiözese San Antonio, widerspiegelten. Ein wichtiger Punkt war das Verständnis des Diakonats als Grundlage des Priestertums und die Betonung, dass die Diakonie über die Ordination hinausgeht. In beiden Rollen dienen wir dem Herrn und dem Volk Gottes und passen uns Jesus an, indem wir mit Liebe, „Dienst, Opferbereitschaft und Demut“ dienen (Predigt von Bischof Gary, 6. April 2024). Die Sätze „Glauben Sie, was Sie lesen, lehren Sie, was Sie glauben, und praktizieren Sie, was Sie lehren“ fielen mir besonders auf, da sie die Überlegungen unserer Diakonats-Exerzitien widerspiegelten. Als Bischof Gary über das „diakonische Gewissen“ und die Theologie der Subtraktion sprach, erinnerte mich das an unsere Exerzitiendiskussionen über die Diakonie als Grundlage des Priestertums.
Die kraftvolle und freudige Begegnung mit dem Heiligen Geist, die ich erlebte, als Bischof Gary mir die Hände auflegte, war ein tiefes Zeichen seiner cercanía (Nähe) und Liebe. Es war eine Erinnerung daran, diese Liebe auszuleben, indem wir uns „radikal Christus, dem Diener, anpassen“ und als sakramentales Zeichen der Gnade der Gegenwart und Liebe Christi für die Welt dienen, wie Bischof Gary in seiner Predigt am 6. April 2024 betonte.
Offen zu sein und zuzulassen, dass mich die Gnade Gottes verwandelt, ist Teil der Theologie der Subtraktion, die Bischof Gary erläuterte. Diese Theologie betont, dass Gottes Gegenwart in mir zunehmen muss. Indem ich einen ständigen persönlichen Dialog mit dem Herrn pflege, wird seine Gegenwart in meinem Leben ständig genährt und stärker.





