Gelübde in der Gemeinschaft

WIR BLEIBEN AUF UNSERE GELÜBUNGEN KONZENTRIERT

Das Gemeinschaftsleben, die franziskanische Brüderlichkeit, bildet den Kern des Ordenslebens der Franziskaner-Konventualen. Wir geloben, in franziskanischer Brüderlichkeit zusammenzuleben und einander als Franziskanerbrüder beizustehen, um so den Auftrag des Evangeliums aus Johannes 13,34 zu verwirklichen: “Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.” Unsere Gemeinschaft ist auf Christus ausgerichtet, durch gemeinsames Gebet und gemeinsame Mahlzeiten.

Die Ordensregel der Minderbrüder und Konventualen ist geprägt von Gehorsam, Armut und Keuschheit. Das Zusammenleben mit anderen Brüdern hilft uns, unsere Gelübde zu leben. In der Hektik des Alltags ermöglicht es uns, zur Ruhe zu kommen und das gemeinschaftliche Leben nach dem Vorbild der ersten Jünger zu schätzen. Unsere Beziehung zueinander führt uns in eine tiefere Beziehung zu Gott und zur Gemeinschaft, der wir dienen.

Armut


Unser Armutsgelübde ruft uns dazu auf, uns auf die Bedürfnisse anderer, insbesondere der Armen, zu konzentrieren, anstatt auf materielle Dinge. Das Armutsgelübde betrifft nicht nur die materiellen Dinge, die wir in unserem Leben verwenden, sondern auch jede Bindung, die aus diesem Gebrauch entstehen könnte – alles zum Wohle des Reiches Gottes.

Keuschheit


Alle Getauften sind zur Tugend der Keuschheit berufen, das heißt, zu einem angemessenen Ausdruck unserer Sexualität entsprechend unserem Lebensstand: ob verheiratet, ledig oder im Ordensleben und den Heiligen Weihen. Unser Gelübde der geweihten Keuschheit als Franziskanerbrüder richtet unsere Kraft und unseren Fokus auf den Herrn und das Volk Gottes, dem wir dienen sollen. Anstatt in unserem geweihten Leben exklusive Beziehungen einzugehen, öffnen wir uns, um Werkzeuge der Liebe Gottes für alle zu sein.

Gehorsam


Unser Gehorsamsgelübde wurzelt in unserem Wunsch und unserer Berufung, Gottes Willen zu folgen. Indem wir unser Gehorsamsgelübde leben, erkennen wir demütig an, dass niemand alle Antworten kennt, und wir hören während unserer Berufung auf die kollektive Weisheit anderer und auf unser Gewissen.