
Eine neue Haltung: Die Antwort einer Gemeinde auf “Laudato Si'’
Von Linda Gorrell, OSF, Gemeindemitglied und Freiwillige der St. Benedict's Gemeinde in Terre Haute, Indiana
Als Laienfranziskaner, der berufen ist, in die Fußstapfen Christi nach dem Vorbild des heiligen Franz von Assisi zu treten, und als Mitglied der franziskanischen Pfarrei St. Benedikt in Terre Haute, Indiana, ist diese “Schöpfungszeit” von entscheidender Bedeutung.
Die St.-Benedikt-Gemeinde hat sich dem Katholischen Klimapakt angeschlossen und sich verpflichtet, aktiv zum Schutz der Schöpfung beizutragen. Vor Kurzem haben wir in unserer Gemeinde die Initiative JPIC (Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung) gegründet, der vier Gruppen angehören: das Schöpfungsbewahrungsteam, die Gruppe für globale Solidarität, die Gruppe für Flüchtlinge und Migration sowie die Gruppe für Rassengerechtigkeit.
Wir haben außerdem viele Freiwillige, die von Montag bis Freitag Bedürftige mit Essen versorgen. Am vierten Samstag im Monat servieren unsere Franziskaner des Dritten Ordens und Freunde ein warmes Frühstück und geben einen Lebensmittelsack für Bedürftige aus, um ihnen am Wochenende zu helfen. Unsere Suppenküche recycelt.
Wir haben einen Gemeinschaftsgarten, der unsere Suppenküche mit Lebensmitteln versorgt. Aktuell arbeiten wir mit allen Gremien daran, von einer plastiklastigen Denkweise zu umweltfreundlicheren Produkten überzugehen. Wir haben in diesem Bereich bereits große Fortschritte erzielt. Unser Team für Schöpfungsbewahrung prüft die Möglichkeiten der Solarenergienutzung für unsere Gemeinde.
Der Eintritt in den Dritten Orden des Heiligen Franziskus hat mich und meine Lebenseinstellung verändert. Einige Familienmitglieder meinen, ich hätte den Verstand verloren. Wenn sie doch nur wüssten, dass ich ihn wiedergefunden habe! Andere wiederum lieben mich so, wie ich geworden bin, und als Familienoberhaupt sehe ich es als meine Aufgabe, ein Vorbild zu sein und das Evangelium bestmöglich zu leben. Besonders mein Enkel, der den Namen “Franziskus” als Firmnamen angenommen hat, erinnert mich daran.
Angesichts der Zerstörung an so vielen Orten weltweit bin ich manchmal überwältigt. Ich höre den Schmerz der Menschen! Das Leben bietet uns so viele Möglichkeiten, uns für die Schöpfung einzusetzen. Ich atme tief durch und bete um Führung, bitte Gott, mir zu helfen, den Weg zu gehen, den er für mich vorgesehen hat. Ich bete. Ich spüle Dosen aus, um sie zu recyceln. Jede Kleinigkeit und jede große Geste trägt zu einer besseren Erde bei. Alles, was wir für Mutter Erde tun, hat seinen Preis. Dieser Preis mag Zeit oder Geld sein, aber so sei es! Welch ein geringer Preis im Angesicht des Kreuzes Jesu.




