
Spendergeschichte – Vernetta Haywood
Als Joe Berghausen und ich vor dem Haus in einem Vorort von New Orleans vorfuhren, erregten wir sofort Aufsehen. Ich trug meine Franziskanerkutte, was bei einigen Passanten, darunter auch den Enkeln von Vernetta Haywood, der Spenderin, die wir besuchten, verdutzte Blicke auslöste.
Als Vernetta die Tür öffnete, war sie angenehm überrascht, uns zu sehen, und unterhielt sich sofort angeregt mit uns, während wir ihr für ihre Unterstützung dankten und ihr ein kleines Geschenk überreichten. Vernetta war eine zierliche und anmutige Frau, deren äußere Erscheinung die vielen Schicksalsschläge, die sie in den letzten Jahren ertragen musste, kaum erahnen ließ: den Tod zweier ihrer Kinder, eines davon ermordet, den Kampf ihrer Tochter gegen den Krebs sowie ihre eigene schwere Erkrankung, die eine Operation am offenen Herzen erforderlich machte. Unser Besuch gab ihr die Möglichkeit, diese Lasten auszusprechen, und als sie so liebevoll von ihren viel zu früh verstorbenen Kindern sprach, sagte sie: “Ich fühle mich, als wäre mir durch Ihren Besuch eine schwere Last von den Schultern genommen worden.” Unser Besuch war ein Trost für sie, und die Begegnung mit ihr machte meine erste Reise zu unseren Spendern und Freunden in Louisiana und Texas umso bewegender. Ich dachte bei mir: “Trost … darum geht es uns doch.” Trotz der großen Herausforderungen, mit denen Vernetta konfrontiert war, hält sie an ihrem Glauben an unseren Herrn fest und unterstützt uns großzügig in unserem Dienst.




